Lernmotivation erwecken leichtgemacht!

Grundschultisch lernt am TischKaum eine Schülerin oder ein Schüler können von ihren Eltern regelmäßig zum Lernen bewegt werden, wenn nicht für ein gewisses Maß an Lernmotivation gesorgt wird. Wie viel Lernmotivation nötig ist, lässt sich nicht pauschalisieren. So spielt einerseits die generelle Lernfähigkeit eine Rolle, aber auch die Lernumgebung und das Alter des Kindes. Grundsätzlich gilt, dass Sie als Eltern es einfacher haben die Lernmotivation Ihres Kindes zu wecken, desto jünger es ist. Auch spielen bei der Motivation gewisse Faktoren eine wichtige Rolle, auf die wir nachfolgend genauer eingehen.

Damit Sie das Konstrukt der Lernmotivation bestmöglich verstehen, stellen wir Ihnen zunächst die klassischen zwei Motivationsarten vor. Diese betreffen übrigens nicht nur Ihr Kind, sondern spielen (oft unbewusst) auch in Ihrem Alltag eine Rolle.

Motivation ist eine Wissenschaft für sich

Stark vereinfacht ist unter Motivation die Summe aller Beweggründe zu verstehen, die zu einer gewissen Handlung führen. Auf körperlicher Ebene wäre etwa das Hungergefühl motivierend genug, um zeitnah etwas zu essen. Im Alltag ist die Motivation, beispielsweise die Lernmotivation, wesentlich komplexer. Die Lernmotivation wird etwa durch unzählige individuelle Gefühle und Erfahrungen beeinflusst. In der Motivationsforschung werden grundsätzlich zwei Arten von Motivation unterschieden:

  • Intrinsische Motivation: Eine Handlung erfolgt überwiegend aus eigenem Antrieb heraus. Im Sinne früher wissenschaftlicher Überlegungen gestaltet sich intrinsisch motiviertes Lernen besonders ungezwungen und effektiv.
  • Extrinsische Motivation: Eine extrinsische Motivation beruht vor allem auf äußeren Anreizen. Im Hinblick auf die Lernmotivation würde dies also bedeuten, dass diese durch Anreize, Belohnungen oder Anerkennung gesteigert werden kann.

Eine intrinsische Lernmotivation ist vor allem bei jüngeren Kindern zu beobachten. Lässt diese jedoch nach, so können extrinsische Faktoren die Motivation nur zeitweise positiv beeinflussen. Langfristig zeigen sich beispielsweise in Aussicht gestellte Belohnungen als immer weniger wirksam heraus.

Intrinsische Lernmotivation: Vor allem bei Grundschulkindern zu beobachten

Grundschulkinder sind häufig besonders aufgeschlossen. Neue Dinge lernen sie schnell und lassen sich allein durch die Aussicht auf neues Wissen gut motivieren. Sie als Eltern können dies nutzen, etwa indem Sie Ihrem Kind die Gelegenheit geben, neues Wissen anzuwenden oder mitzuteilen. Stellen Sie passende Aufgaben, lassen Sie sich erklären wie etwas genau funktioniert oder geben Sie neue Anregungen. Viele Themen, insbesondere aus dem Sachunterricht, lassen sich auch spielerisch in der Freizeit wiederholen. Als direktes Lernen wird dies nicht wahrgenommen, denn die eigene Lernmotivation Ihres Kindes wird so nur zusätzlich gefördert.

Extrinsische Faktoren steigern die Lernmotivation vor allem bei älteren Kindern

Je älter Ihr Kind ist, desto seltener ist eine intrinsische Lernmotivation zu beobachten. So haben sich Kinder an den typischen Schulalltag gewöhnt, ein Gespür für ihre Lieblingsfächer entwickelt oder auch erste Rückschläge in Form von schlechten Noten oder schlechtem Unterricht erlebt. Vereinfacht gesagt leidet die Lernmotivation darunter, dass Kinder nicht erfassen können, wofür sie überhaupt lernen oder auch lernen sollen.

Lässt die Lernmotivation nach, können extrinsische Motivationsfaktoren helfen. Für gute Noten können beispielsweise diverse Belohnungen oder Freiheiten in Aussicht gestellt werden, die sich Ihr Kind wünscht. Warum derartige Motivationsstrategien aber kein Erfolgsgarant sind, erklären wir im nächsten Abschnitt.

Die Motivation ist oft nicht das Problem

Mangelt es an Lernmotivation und wirken zuvor genannte Motivationsstrategien nicht, so liegt die Schülerin lernt am LaptopUrsache meist tiefer. In Aussicht gestellte Belohnungen treiben zwar an, aber durch fehlendes Wissen sind diese schlicht unerreichbar. So kann etwa eine Erkrankung (von Lehrern oder Schülern) dazu führen, dass wichtige Inhalte nicht angemessen erklärt werden. Mit steigendem Anspruch fehlt dann schlicht das nötige Grundwissen, um erfolgreich zu lernen. Erkannt wird dies jedoch oft viel zu spät, etwa wenn die Versetzung gefährdet ist.

Mit professioneller Nachhilfe, am besten zuhause und in vertrauter Umgebung, können Defizite intensiv und persönlich behoben werden. Im Schulalltag steht dafür schlicht nicht die nötige Zeit zur Verfügung. Ein professioneller Nachhilfelehrer sorgt hingegen in vielerlei Hinsicht für mehr Lernmotivation:

  • Durch die Vermittlung von fehlendem Grundwissen wird Ihr Kind in die Lage versetzt, schwierige Aufgabenstellungen auch selbstständig zu lösen oder selbst zu erarbeiten.
  • Als freundlicher und intelligenter Ansprechpartner steht ein Nachhilfelehrer aber auch für alltägliche Fragen, bei Verständnisproblemen oder bei Unsicherheiten zur Seite und geht einzig und allein auf die Bedürfnisse seines Schülers ein.

Häufig ist nach einer Nachhilfestunde eine höhere Lernmotivation zu beobachten. Ihr Kind weiß danach, wie es eine bestimmte Aufgabe lösen kann und ist motiviert Hausaufgaben zu erledigen oder im Unterricht mitzuarbeiten. Wird dieses Wissen jedoch nicht vermittelt, so sinkt die Lernmotivation. Frustration und Ärger sind dann vorprogrammiert.